Liebe Fr. Doktor Mischkounig, woran erkennen Sie im Alltag, dass Körper und Psyche zusammenwirken? Ich erkenne es an typischen Aussagen wie ‚Alle Untersuchungen sind unauffällig, aber ich habe Beschwerden‘ – und an einfachen Reaktionen: Denken Sie nur an eine Zitrone und Ihnen läuft das Wasser im Mund zusammen. Genau so direkt wirken Gedanken und Gefühle auf den Körper.
Sie erzählen auch, dass Sie sich besonders viel Zeit nehmen, Zusammenhänge zu erklären und Tools zur Selbstregulation mit auf den Weg zu geben. Medikamente setzen Sie bewusst zurückhaltend ein. Und Sie erklären offen, welchen Optionen es gibt. Damit Patient:innen eine informierte und eigenverantwortliche Entscheidung treffen können.
Gibt es denn etwas, das Patient:innen im Alltag sofort helfen kann? Ein sofort wirksames Tool ist die Resonanzatmung (4 ein, 6 aus) – sie bringt das Nervensystem direkt in Regulation. Für nachhaltige Veränderung braucht es zusätzlich Training in emotionaler Selbstführung. Viele unterschätzen, wie stark ihre eigenen Gedanken und inneren Prozesse den Körper beeinflussen. Wie beim Gedanken an eine Zitrone wirkt das unmittelbar – Veränderung beginnt, wenn man diese Wirkung bewusst nutzt statt sich ausgeliefert zu fühlen
Danke für die wertvollen Insights.
